JTL-Wawi Plugins: drei Fallstricke, die Zeit kosten
Was bei Erweiterungen für JTL-Wawi und JTL-Shop regelmäßig schiefgeht und wie sich das vermeiden lässt.
Erweiterungen im JTL-Umfeld sind selten technisch schwierig. Teuer werden sie durch Annahmen, die niemand ausgesprochen hat.
1. Updates werden zu spät mitgedacht
Ein Plugin, das direkt auf Tabellenstrukturen zugreift, funktioniert genau bis zum nächsten Versionssprung. Wer stattdessen konsequent über die vorgesehenen Schnittstellen geht, spart sich die halbjährliche Reparatur.
Praktische Regel: Jede direkte Abfrage auf eine Tabelle bekommt einen Kommentar mit dem Grund. Wenn dort steht "ging schneller", ist es kein Grund.
2. Der Datenabgleich hat keine Richtung
Wawi, Shop und Marktplatz halten alle drei einen Bestand. Ohne festgelegte führende Quelle entsteht ein Ping-Pong, das erst auffällt, wenn ein Artikel überverkauft ist.
Vor der ersten Zeile Code sollte pro Feld feststehen, welches System gewinnt und was bei einem Konflikt passiert. Das ist eine halbe Stunde Arbeit und spart Wochen.
3. Fehler landen im Nichts
Ein Abgleich, der still scheitert, ist schlimmer als einer, der laut abbricht. Jeder Lauf braucht ein Protokoll, eine Wiederholung mit wachsendem Abstand und eine Meldung, wenn die Wiederholung endgültig aufgibt.
Was daraus folgt
Der eigentliche Aufwand liegt nicht in der Funktion, sondern in der Frage, was bei Störungen passiert. Wer das vorne klärt, bekommt eine Erweiterung, die auch in zwei Jahren noch läuft.